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Tag Archives: Antike

Codex Vindobonensis 324 “Tabula Peutingeriana”

Die Moderne ist nur Zellophan über der Geschichte. Gut sichtbar zeichnet sich die Vergangenheit ab. Im Rheinland sind die zwei Jahrtausende alten Trassen der Römerstraßen leicht zu erkennen — als moderne Straße, als Feldweg, als Gemarkungsgrenze, als Baumstreifen, als dunkel gefärbter Pflanzenwuchs.

Codex Vindobonensis 93 “Medicina Antiqua”

Kommentar

Mir gefällt der gegenwärtige Zustand der Republik überhaupt nicht. (Marcus Tullius Cicero)

Kurze Geschichte des deutschen Waldes

Niemand in diesem Teil Germaniens kann behaupten, bis an das Ende des Waldes gekommen zu sein, auch wenn er 60 Tagereisen vorgedrungen war. (Gaius Iulius Caesar, De Bello Gallico, VI, 25)
Obwohl sich das Land nach seiner Erscheinung beträchtlich unterscheidet, ist es doch im allgemeinen entweder mit schrecklichen Wäldern oder abscheulichen Sümpfen bedeckt. (Publius Cornelius Tacitus, [...]

Der letzte Triumph

Im Laufe des Jahres 310 n. Chr. gelingt es Marcus Aurelius Valerius Maxentius, einen der fünf weiteren Kaiser, die ihm die 306 von den Prätorianern verliehene Kaiserwürde streitig machen, in einer Militäraktion zu vernichten. Sein Prätorianerpräfekt Volusianus erobert die Provinz Africa und erwürgt den Usurpator Lucius Domitius Alexander. Doch die politische Lage ist auch weiterhin [...]

Ein 1400 Jahre altes Buch

Mitte des 6. Jahrhunderts war das Imperium Romanum längst abgelöst durch die germanischen Nachfolgereiche im Westen und das byzantinische Reich im Osten. Der Versuch des byzantinischen Kaisers Justinian, das Imperium wieder zu alter Größe zu führen, war spätestens 568 unter seinem Nachfolger Justin II. gescheitert. Um die Wende zum 7. Jahrhundert führte dessen Nachfolger Flavius [...]

Meine Abende mit Herodot. Ryszard Kapuscinski nachgerufen

Herodot? Der Vater der Geschichtsschreibung!
Das könnte eine Sentenz aus dem Wörterbuch der Gemeinplätze sein, doch es spiegelt genau den Stand meiner Kenntnis bis Ende 2005 wieder. Im Hinterkopf, dem Silo für geistig Halbverdautes, waberten die Vorstellungen “schwierig zu lesen” und “stilistisch irgendwo zwischen dem Gilgamesch-Epos und der Ilias anzusiedeln” umeinander. Doch dann …