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Das wirkliche Intelligenzblatt

Intelligenz bedeutete in der Vergangenheit schlicht Information oder Nachricht. In Zukunft wird damit eher die Fähigkeit gemeint sein, in Pisa-Tests nicht zu versagen. In der Mitte zwischen diesen beiden Polen liegt “Die Gazette“, eines der wenigen wirklichen Intelligenzblätter der Deutschen. Ein breites Spektrum an hochkarätigen Autoren erkundet in diesem “politischen Kulturmagazin” die “kulturellen Grundströmungen der Gegenwart”.

Heribert Prantl analysiert im aktuellen Heft 13 den magersüchtigen Privatisierungsstaat, während Alan Wolfe die Politische Philosophie in den USA in den Blick nimmt. Florian Sattler stellt die beiden politischen Akademien im bayrischen Tutzing vor. In Heft 12 nähert sich Herfried Münkler den politischen Netzwerken theoretisch und Tarik Ahmia erkundet die Mode des Staatsausverkaufs durch Public-Private-Partnership. Außerdem beschreibt der Inder Sudhir Kakar die Gesellschaft der flexiblen Hindus.

Die Gazette ist das privat finanzierte Projekt des Münchners Fritz R. Glunk, das von drei ehrenamtlichen Redakteuren betreut wird. Sie zeigt, dass die “Holzmedien” noch nicht tot sind, denn der Ursprung der Gazette ist ein 1998 gegründetes Web-Magazin. Um überhaupt Anzeigenkunden anzulocken, wurde die Druckausgabe geschaffen – mit inzwischen immerhin 1.500 Abonnenten.

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