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Die paradoxe Situation der Gegenwart (2)

Effizienz. Qualität. Exzellenz. Drei Worte, die in jedem Hausaltar eines Managers in eine elektrische Gebetsmühle eingespannt sind, Tag und Nacht rotieren und das neoliberale Karma befördern. Und es hat geklappt: Verschwendung und Schlendrian sind verschwunden, Dummheit und Drückebergerei vergangen. So gut wie alle Lebensbereiche sind vom neoliberalen Karma erfasst worden. Alles ist effizient und exzellent, und es hat jede Menge Qualität. Vor allem im öffentlichen Sektor, denn dort fand eine Revolution statt. An den Schulen wird im Dreiviertelstundentakt 30fache Qualität produziert. Die Universitäten sind Brutstätten der Exzellenz. In den Krankenhäusern können die Ärzte und Schwestern vor Effizienz kaum noch gehen. Und die Straße vor meiner Wohnung ist im Februar in stundenlanger Nachtarbeit geteert und seitdem an zwei Stellen erneut aufgerissen worden, weil irgendwelche Kabel defekt waren.

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