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Der Gründer

Als Dietrich Bassermann 1654 nach Ostheim zieht, um die zerstörte Mühle an der Straße nach Windecken aufzubauen, beginnt er ein riskantes Unternehmen. Ostheim, eine kleine und ehemals wohlhabende Marktgemeinde in der Grafschaft Hanau, wird 1635 erst von weimarischen, dann von kaiserlichen Truppen geplündert und abgebrannt. Seit diesem Jahr ist Ostheim verödet. Erst nach dem Westfälischen Frieden von 1648 kehrt der überlebende Teil der Bevölkerung zurück. Bassermann hofft auf Rückkehrer oder Neuansiedler, und seine Rechnung geht auf. Schon bald ist er der größte Steuerzahler des Ortes. 1675 zieht er sich, inzwischen Witwer, auf das Altenteil zurück. Mit seinen sechs überlebenden Kindern wird er Stammvater einer Sippe aus Unternehmern, Schauspielern, Theologen, Juristen und Politikern. Bekannt ist die Konservendosenfabrik Sonnen-Bassermann, die sein Nachkomme Max Bassermann 1874 gründet und deren Produkte seit 1999 eine Marke der H. J. Heinz Company, Pittsburgh, USA, sind.

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