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Vorüber! Ach, vorüber!

Nein, denn es ist wieder passiert; Musik rührt mich an.

Zu den Klängen, die mich aufstören und begeistern, gehören auch Streichquartette: “Der Tod und das Mädchen” von Franz Schubert, “Company” von Philip Glass und “String Quartet No. II” von Michael Nyman. Und seit ein paar Tagen die Streichquartette von Gabriel Prokofiev.

Der Komponist (Enkel von Sergeij) arbeitet an dem Versuch, europäische Konzertmusik des 20. Jahrhunderts und aktuelle Elektronika-Genres zusammenzuführen – mit seinem Label Nonclassical, mit pseudonym veröffentlichten Dance- und Electronica-Tracks, mit Stücken wie “Concerto for Turntable & Chamber Orchestra”, “3 Dances for Quintet & DJ” und diesen beiden Streichquartetten.

Gabriel Prokofiev, String Quartet No. 1 Gabriel Prokofiev, String Quartet No. 2

Zum Konzept der Streichquartette gehört es, das vom Elysian Quartet eingespielte Material anderen Musikern zum Remixen zu geben und die – ausnahmslos überdurchschnittlichen – Ergebnisse gleichberechtigt auf dem Tonträger zu veröffentlichen. Gabriel Prokofiev steuert auf jeder der beiden Alben einen eigenen Remix bei – einmal Hiphop-, einmal Non-House-Remix genannt.

Diese Tracks balancieren mit Rhythmik und Minimalismus. Konzeptionell und musikalisch befinden sie sich weit jenseits des Üblichen, und sie zeigen Prokofievs Meisterschaft bei der Komposition und Rekomposition für das Streichquartett, den paradigmatischen Klangkörper der Kammermusik. Kaufbefehl!

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