Die zivilisatorische Idee

Der Elektrotechniker Anton Schmid, am 9. Januar 1900 als Sohn eines Postbeamten geboren, ist 39, als ihn der Marschbefehl erreicht. Trotz seines Alters für kriegsverwendungsfähig befunden, wird er zu den in der Etappe eingesetzten Sicherungstruppen abgeordnet. Im Spätsommer 1941 dient er in Wilna, Litauen, als Feldwebel bei der 2. Kompanie des Landesschützen-Batallions 898. Er leitet die Versprengtensammelstelle und nutzt die Möglichkeiten seines Amtes, um zwischen Oktober 1941 und Februar 1942 an 350 Wilnaer Juden gefälschte Ausweise auszugeben. Das Kriegsgericht der Feld-Kommandantur (V) 814/Wilna verurteilt ihn am 25. Februar 1942 zum Tode. Das Urteil wird am 13. April 1942 vollstreckt.

Drei Dichter im Krieg

Ausgestorbene Straßen, verlassene Gärten; ein endlos langer Heerzug wandert müde durch die sanft gewellte Landschaft. Es gibt keine Feinde, sie sind tot oder geflohen. Die Häuser sind herrenlos, die Kühe werden nicht mehr gemolken, Hunde und Ziegen irren umher. Überall stehen die Türen offen. Die Krieger spazieren in die Wohnungen, nehmen Platz und speisen aus den gefüllt wartenden Schüsseln. „Drei Dichter im Krieg“ weiterlesen

Theater ist schöner als Krieg

Peymann, den ich hier, wie es einem Großen zusteht, durch die alleinige Nennung seines Nachnamens ehren möchte, Peymann also hat mir 1983 ein nicht vergessliches Erlebnis beschert, in Bochum ist es gewesen, wissen Sie, diese seltsame Stadt mit einer Universität, die eine eigene Autobahnauffahrt hat und die schon damals langsam vor sich hin rottete in ihrer sozialdemokratischen Waschbetonmorbidität, „Theater ist schöner als Krieg“ weiterlesen